Empathisch und aufrichtig miteinander reden – Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

Gelingende Kommunikation trägt wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei. Die meisten Menschen leben am liebsten in einer Atmosphäre, die durch Harmonie, Toleranz und Verständnis geprägt ist. Trotzdem verwenden wir manchmal Kommunikationsmuster, die trennend oder gar eskalierend wirken. Oft passiert es unbewusst und manchmal wissen wir uns in der konkreten Situation auch einfach nicht anders zu helfen. Wie können wir auch in schwierigen Situationen sowohl offen als auch wertschätzend miteinander kommunizieren? –  Die Gewaltfreie Kommunikation hat Antworten und Anregungen dafür.

Grundlage und Ziel der Gewaltfreien Kommunikation ist eine Haltung, die von Aufrichtigkeit, Empathie, Selbstverantwortung und wohlwollender Zuwendung geprägt ist. Auf der methodischen Ebene entsteht durch den zielgerichteten Wechsel von Sach- und Beziehungsebene ein dynamischer Kommunikationsprozess, der ein konstruktives Miteinander und die Entwicklung zufriedenstellender Lösungen zwischen den Beteiligten unterstützt.

Statt zu fragen: „Wer hat recht? Was ist richtig? Was ist falsch?“ wird erforscht: „Was sind die aktuellen Bedürfnisse der Beteiligten und wie können sie berücksichtigt werden?“. Das Erkennen der Bedürfnisse führt zu gegenseitigem Verstehen und Verständnis. Unterschiedliche Überzeugungen, Einschätzungen und Strategien können dann wohlwollender betrachtet werden, was der kreativen Entwicklung von Lösungen dient.

Diese Ausrichtung macht es leichter, offen und aufmerksam zuzuhören und sich aufrichtig und wertschätzend mitzuteilen. So können auch in Konfliktsituationen verständnisvolle Beziehungen aufrechterhalten werden.

Die Gewaltfreie Kommunikation wurde in den späten 1960er bis in die 1990er Jahre hinein von dem amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg PhD entwickelt. Sie ist in allen Lebenszusammenhängen hilfreich, in denen Menschen miteinander zu tun haben: im Umgang mit sich selbst, in Familie und Partnerschaft, im Bildungswesen, in Organisationen, in Unternehmen und in der Gesellschaftspolitik.

Die Gewaltfreie Kommunikation stärkt und fördert Selbstvertrauen und Selbstverantwortung, Konfliktfähigkeit, gegenseitige Wertschätzung und Win-win-Lösungen. Sie wurde bereits 2002 von der UN als „best practice“ für gewaltfreie Konfliktlösung in Schulen gelistet[i], gilt laut Umfrage des Verlags ManagerSeminare als eines der Top-Denkmodelle für Businesstrainer[ii], wird im Strafvollzug und in der internationalen Versöhnungsarbeit zur Mediation eingesetzt und hilft vom DAX-Konzern bis zur politischen Aktionsgruppe Menschen, effizient und kooperativ zusammenzuarbeiten. (Text: Nayoma de Haen)

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[i] http://unesdoc.unesco.org/images/0012/001266/126679e.pdf

[ii] Magazin Training-Aktuell, Heft 03